News /// 27.03.2026 Kontinuität im Vorstand und starke Impulse für Kultur und Dialog
Ebru Hazinedar und Derya Bermek-Kühn von Mitgliederversammlung wiedergewählt
Das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart hat auf seiner Mitgliederversammlung am 26. März 2026 in der Stiftung Geißstraße wichtige Weichen für die kommenden Jahre gestellt: Ebru Hazinedar wurde erneut zur Vorsitzenden gewählt, Derya Bermek-Kühn als stellvertretende Vorsitzende bestätigt. Die einstimmige Wiederwahl steht für Vertrauen, Kontinuität und den gemeinsamen Willen, die erfolgreiche Arbeit des Vereins weiterzuführen. Die Amtsperioden der Schatzmeisterin Özge Çağlar-Yılmaz sowie der Vorstandsmitglieder Berkay Yılmaz und Dr. Florian Hertsch dauern an.
In ihrer Ansprache machte Ebru Hazinedar deutlich, was das DTF ausmacht: „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig das Deutsch-Türkische Forum als Ort der Begegnung, des Dialogs und der gesellschaftlichen Teilhabe in Stuttgart ist.“ Gleichzeitig blickte sie nach vorn und betonte, dass es weiterhin darum gehe, „als Brücke zwischen Kulturen und Generationen zu wirken und neue Räume für Austausch zu schaffen“.
Auch Derya Bermek-Kühn unterstrich die besondere Rolle des Vereins in bewegten Zeiten: „Gerade jetzt braucht es Mut, Optimismus, ein starkes Netzwerk und Menschen, die Brücken zwischen unterschiedlichen Perspektiven bauen.“ Diesen Weg möchte sie gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitgliedern konsequent weitergehen und neue Impulse setzen.
Mit dieser starken Doppelspitze geht das Forum in eine Phase, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt, kultureller Austausch und Teilhabe wichtiger denn je sind – gleichzeitig aber auch die Rahmenbedingungen schwieriger werden. Die aktuellen Kürzungen in der kommunalen Förderung stellen viele zivilgesellschaftliche Akteure vor große Herausforderungen. Umso klarer sind die Ziele: Bildungs- und Empowermentangebote weiter ausbauen, kulturelle Projekte stärken und Räume für Dialog und Begegnung sichern und weiterentwickeln.
Ein Highlight im kommenden Programm ist die musikalische Theaterproduktion „Die Optimistinnen“, die im Sommer 2026 am Alten Schauspielhaus Stuttgart auf die Bühne kommt. Die Inszenierung nach dem Roman von Gün Tank erzählt die Geschichte von Arbeitsmigrantinnen der 1970er-Jahre – kraftvoll, berührend und mit einem beeindruckenden musikalischen Spektrum von Âşık Veysel bis Sezen Aksu. Sie macht sichtbar, wie sehr diese Geschichten unsere Gegenwart prägen. Begleitet wird das Stück von einem vielfältigen Rahmenprogramm. Mit „Riot Now – Tag widerständiger Optimist*innen“ lädt das Forum am 9. Mai 2026 ins Literaturhaus Stuttgart ein: ein Tag voller Literatur, Gespräche, Musik und Performances, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander ins Gespräch bringt – und zeigt, wie Widerstand und Hoffnung über Generationen weitergetragen werden.