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Junges DTF

Manfred-Rommel-Preis Preisträger*innen

Glasplaketten des Preises, Quelle: DTF
Quelle: DTF

Der Manfred-Rommel-Preis wird seit 2009 vom Kuratorium des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart gestiftet und würdigt mit der Namensgebung die Verdienste des verstorbenen Stuttgarter Oberbürgermeisters Professor Dr. Manfred Rommel für die kulturelle und gesellschaftliche Integration zugewanderter Menschen. Rommel war auch langjähriger Kuratoriumsvorsitzender des Deutsch-Türkischen Forums. Mit dem Preis werden alle zwei Jahre beispielgebende Persönlichkeiten und Initiativen ausgezeichnet, die das gegenseitige Verständnis, die gute Nachbarschaft und die Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern wesentlich fördern und sich um die kulturelle, wirtschaftliche und staatsbürgerliche Integration von Zuwandererfamilien insbesondere aus der Türkei verdient gemacht haben.

Dies sind die bisherigen Preisträger*innen:

Vor dem Hintergrund des 60. Jahrestags der Unterzeichnung des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei in wenigen Tagen würdigt die Jury die Verdienste von Susanne Offenbach und Ersin Uğursal. Beide engagieren sich seit vielen Jahrzehnten für den deutsch-türkischen Dialog und die Zusammenarbeit von Stuttgarter Bürger*innen.

Die Autorin und Moderatorin Susanne Offenbach hat in ihrer journalistischen Arbeit immer wieder frei und unvoreingenommen gesellschaftliche Fragestellungen aufgegriffen, die das Zusammenleben in Deutschland betreffen und die Diskussion in der offenen Gesellschaft angeregt.

Ersin Uğursal ist seit Jahrzehnten eine Schlüsselperson im deutsch-türkischen Zusammenleben: sei es 1961 als junger Student als Dolmetscher für die ersten Gastarbeiter aus der Türkei, später als Gründer der Deutsch-Türkischen Gesellschaft Stuttgart und vor wenigen Jahren als Initiator von Hochschulkooperationen zwischen der Türkei und Deutschland.

Susanne Offenbach und Ersin Uğursal waren beide auch an der Gründung des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart beteiligt, Offenbach sogar dessen stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende bis 2018.

Der Manfred-Rommel-Preis 2021 wurde im Rahmen einer Festveranstaltung am 22. Oktober 2021 im Haus der Wirtschaft übergeben, zu deren Eröffnung Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper ein Grußwort hielt. Die Laudationes auf die Preisträger*in sprachen Wolfgang Schuster und Süheyla İnce Demir, beide Kuratoriumsvorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums.

Zum 20-jährigen Bestehen des DTF würdigte die Jury, die aus Mitgliedern des Kuratoriums unter dem Vorsitz von Altoberbürgermeister Prof. Dr. Wolfgang Schuster bestand, mit dem Ehrenpreis die Verdienste von Ingrid Walz und Jale Yoldaş in der Gründungsphase des Vereins. Die Pädagogin Gökçen Tamer-Uzun wurde für ihr Engagement im innerislamischen und interreligiösen Dialog mit einem dotierten Preis ausgezeichnet. Ein weiterer Preis ging an den Förderverein Emin Eller, dessen Mitglieder eine Pflege-WG in Stuttgart-Rot betreuen.

Der Manfred-Rommel-Preis 2019 wurde im Rahmen einer Festveranstaltung im November im Stuttgarter Rathaus übergeben, bei der unter anderem Sozialbürgermeisterin Dr. Alexandra Sußmann und der Stuttgarter Stadtdekan Monsignore Dr. Christian Hermes die Laudationes auf die Preisträger hielten.

Der Manfred-Rommel-Preis 2017 des Deutsch-Türkischen Forums wurde an den Rechtsanwalt und Autor Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler verliehen. Mit der Auszeichnung würdigte die Jury sein Engagement für die Teilhabe eingewanderter Menschen in Deutschland. Neben seiner Tätigkeit als Anwalt, u.a. im NSU-Prozess vor den Münchner Oberlandesgericht, setzt sich Mehmet Daimagüler seit vielen Jahren in seinen Publikationen und öffentlichen Äußerungen in den Medien für Chancengleichheit und gegen strukturellen Rassismus ein. Dieses Engagement strahlt aus in Politik und Zivilgesellschaft und wirkt als Vorbild für viele junge Deutschtürken.

Der Manfred-Rommel-Preis wurde Mehmet Daimagüler im Rahmen einer Festveranstaltung am 10. November 2017 im Stuttgarter Rathaus übergeben, bei der der frühere Stuttgarter Oberbürgermeister Professor h.c. Dr. Wolfgang Schuster, auch Mitglied des Kuratoriums des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart, eine Festrede gehalten hat.

Das Kuratorium des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart e. V. (DTF) vergab den Manfred-Rommel-Preis 2015 an das Mitarbeiternetzwerk Daimler Türk-Treff, das Ehepaar Yeşim und Aykut Dalgıç sowie den Verein Kultur- und Sozialinitiative für Jugendliche und Kinder Stuttgart.

Der Ehrenpreis ging an das Mitarbeiternetzwerk Daimler Türk-Treff. Die Jury würdigte die Verdienste der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um eine beispielgebende Engagementkultur innerhalb und außerhalb ihres Unternehmens. Die über 700 Netzwerkmitglieder beteiligen sich an Hilfstransporten in Krisengebiete und Benefizkonzerten. Der Daimler Türk-Treff ist eine Kommunikationsplattform, die auch außerhalb des Konzerns für den Abbau von Vorurteilen eintritt und eine gelebte Vielfalt als Wettbewerbsfaktor verkörpert. Inzwischen ist das Mitarbeiternetzwerk weltweit an Standorten des Konzerns vertreten und nimmt mit seinem hohen Frauenanteil auch eine Vorbildfunktion für dessen Diversity-Aktivitäten ein.

Ein dotierter Preis wurde an das Ehepaar Yeşim und Aykut Dalgıç aus Wendlingen verliehen. Das Paar engagiert sich seit über zwanzig Jahren in der Region Stuttgart für türkische Folkloretänze und internationale Tanzfestivals. Sie vermitteln mit großer Begeisterung und hohem Idealismus Wissen über Folkloretänze aus verschiedenen Teilen der Türkei und aus anderen Ländern.

Einen weiteren dotierten Preis verlieh das DTF an den Verein Kultur- und Sozialinitiative für Jugendliche und Kinder Stuttgart. Der Verein engagiert sich seit seiner Gründung im Jahr 1988 um die Vermittlung der türkischen und anatolischen Kultur an Kinder und Jugendliche. In dem Vereinsräumen im Stuttgarter Osten werden Kurse für Gitarre, Chor, Folklore und HipHop angeboten.

Die Preisverleihung fand am 23. Oktober 2015 bei einer Festveranstaltung im Stuttgarter Rathaus statt. Die Laudationes auf die Preisträger hielten die Landtagsabgeordnete Muhterem Aras, die Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer und die Stadträtin Sibel Yüksel.

Das Kuratorium des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart e.V. (DTF) hat den Manfred-Rommel-Preis 2013 an den ehemaligen Stuttgarter Oberbürgermeister Professor Dr. Wolfgang Schuster, das Ehepaar Barbara Havlacı-Ludwig und Mehmet Havlacı sowie an das Orchester der Kulturen vergeben.

Der Ehrenpreis ging an den ehemaligen Stuttgarter Oberbürgermeister Professor Dr. Wolfgang Schuster. Die Jury würdigt seine Verdienste um eine moderne Integrationspolitik und eine internationale Stadtgesellschaft. Wolfgang Schusters Einsatz für Integration und Verständigung gilt bundesweit als vorbildlich.

Ein dotierter Preis wurde an das Ehepaar Barbara Havlacı-Ludwig und Mehmet Havlacı aus Filderstadt verliehen. Das Paar engagiert sich seit über zehn Jahren in Bildungsprojekten für Migrantenkinder und deren Eltern. Ihr Verein Integra bildet Eltern als Bildungslotsen aus und vermittelt ehrenamtliche Integrationsbegleiter. Gemeinsam konnte das deutsch-türkische Paar zahlreiche Impulse für die schulische Zusammenarbeit mit Eltern und deren Teilhabe am deutschen Schulwesen setzen.

Einen weiteren dotierten Preis verlieh das DTF an das Orchester der Kulturen aus Stuttgart. Unter der Leitung von Adrian Werum bringt das Orchester seit vielen Jahren Musiker und deren Instrumente aus verschiedenen Herkunftsländern und Kulturen zusammen und begeistert das Publikum mit ungewöhnlichen Kompositionen. Dem Orchester gelingt es, kulturelle Hürden mit den Mitteln der Musik spielend zu überwinden.

Die Preisverleihung fand am 22. November 2013 bei einer Festveranstaltung im Stuttgarter Rathaus statt. Zu Beginn gedachten der Kuratoriumsvorsitzende Dr. Mehmet Varlık und die rund 300 gelandenen Gäste in einer Schweigeminute dem kürzlich verstorbenen Ehrenvorsitzenden Professor Dr. h.c. Manfred Rommel. Zur Begrüßung sprach der stellvertretende Ministerpräsident, der Wirtschafts- und Finanzminister des Landes Dr. Nils Schmid. Die Laudationes auf die Preisträger hielten der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn, die Leiterin des Staatlichen Schulamtes Stuttgart Ulrike Brittinger und der Südwestmetall-Vorsitzende Dr. Stefan Wolf.

Das Kuratorium des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart e.V. (DTF) vergab den Manfred-Rommel-Preis 2011 an die Autorin Sibylle Thelen, das Ehepaar Tülün und Dr. Berç Köşeyan sowie an den Sozialarbeiter Gökay Sofuoğlu.

Der Ehrenpreis ging an die Stuttgarter Autorin Sibylle Thelen. Die Jury würdigt ihre Verdienste als Journalistin und Autorin, die über viele Jahre hinweg das Bewusstsein ihrer Leser für die türkische Kultur und Geschichte geprägt hat. Mit klarer und unvoreingenommener Feder hat sie über die Herausforderungen und Chancen geschrieben, die mit der nunmehr fünfzigjährigen Wanderungsbewegung aus der Türkei verbunden sind.

Ein dotierter Preis wird an das Ehepaar Tülün und Dr. Berç Köşeyan aus Stuttgart verliehen. Das Paar lebt seit 1962 in Deutschland und begann bereits früh, sich ehrenamtlich für das deutsch-türkische Zusammenleben zu engagieren. Kurze Zeit nach ihrer Ankunft in Deutschland betreuten sie türkische Gastarbeiter und deren Familien, in dem sie sie beispielweise zu Ausflügen oder Behördengängen begleiteten. Während der Zahnarzt Berç Köşeyan auch bei medizinischen Problemen seinen Landsleuten zur Seite stand, gründete Tülün Köşeyan 1996 die Kulturelle Deutsch-Türkische Frauen-Vereinigung in Baden-Württemberg.

Einen weiteren dotierten Preis verlieh das DTF an Gökay Sofuoğlu. Als Leiter des Haus 49, einem internationalen Stadtteilzentrum der Caritas, trägt Sofuoğlu seit vielen Jahren in besonderer Weise zum gegenseitigen Verständnis und zum Zusammenwirken von deutschen und türkischstämmigen Bewohnern im Stuttgarter Nordbahnhofviertel bei. Neben der täglichen Integrationsarbeit im Haus 49 leistet Gökay Sofuoğlu als ehrenamtlicher Vorsitzender der Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg.

Die Preisverleihung fand am 12. Oktober 2011 bei einer Festveranstaltung in Stuttgart statt. Zur Begrüßung sprach die Integrationsministerin des Landes, Bilkay Öney. Die Laudationes auf die Preisträger hielten der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, der Parteivorsitzender der Grünen, Cem Özdemir, und die Stuttgarter Anwältin Sibel Yüksel.

Das Kuratorium des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart e.V. (DTF) hat den Manfred-Rommel-Preis 2010 an den Tübinger Wissenschaftler Professor Dr. Dr. h.c. Muharrem Satır, den Stuttgarter Musiker und Stifter Ahmet Baydur und die Musikband Limanja aus Ludwigsburg vergeben.

Der Ehrenpreis wurde an den Tübinger Wissenschaftler Professor Dr. Dr. h.c. Muharrem Satır verliehen. Die Jury würdigte seine Verdienste in Wissenschaft und Gesellschaft. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit engagierte sich Muharrem Satır seit 1984 auf vielfältige Weise für die deutsch-türkische Zusammenarbeit.

Einen dotierter Preis erhielt Ahmet Baydur aus Stuttgart. Der langjährige Violinist des Radio-Symphonieorchesters setzte sich bereits während seiner aktiven Zeit im Orchester für die musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen ein. 2008 gründete er die Baydur-Stiftung "Zukunfts-Musik", mit der Kinder und Jugendliche aus allen Bevölkerungsschichten an die europäische Musikkultur herangeführt werden sollen.

Mit einen weiteren dotierten Preis zeichnet das DTF Nazım Sabuncuoğlu, Hüseyin Temiz, Robert Wittmaier, Stephan Schelens und Deniz Dağ von der Musikband Limanja aus. Die Ludwigsburger Gruppe verbindet in ihrer Musik die geschmeidigen Arabesken der türkischen Popmusik mit westlichen Rock-Attitüden. Limanja ist beispielgebend für den kulturellen Schmelztiegel, den junge Menschen aus der Region Stuttgart mit den Mitteln der Musik formen.

Der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster und der türkische Generalkonsul Mustafa Türker Arı würdigten in ihren Grußworten bei der Preisverleihung am 15. Oktober 2010 die Initiative der Preisstiftung. Der Ehrenvorsitzende des DTF und ehemalige Stuttgarter Oberbürgermeister Professor Dr. h.c. Manfred Rommel wandte sich in einem Videogrußwort an die Gäste. Die Laudationes auf die Preisträger hielten der DTF-Kurator Edzard Reuter, der stellvertretende SWR-Landessenderdirektor Hans-Peter Archner und Paul Woog von der Veranstaltungsagentur SKS Michael Russ.

Preisträger des Manfred-Rommel-Preises 2009 sind der ehemalige Daimler-Benz-Vorsitzende Edzard Reuter, Cahide Erinkurt vom Frauenverein Markgröningen sowie Mustafa Çetin Akçı, Yıldız Parlak und Nihal Orpac von der AWO-Begegnungsstätte am Ostendplatz.

Der Ehrenpreis ging an den ehemaligen Daimler-Benz-Vorsitzenden Edzard Reuter. Als Bürger, Unternehmensführer, Publizist und Stifter hat sich Edzard Reuter über Jahrzehnte hinweg für gute deutsch-türkische Beziehungen und für die Integration der nach Deutschland eingewanderten türkischen Mitbürger eingesetzt.

Ein dotierter Preis wurde an die Markgröningerin Cahide Erinkurt vergeben. Mit ehrenamtlichen Nachhilfeunterricht für viele Kinder, bei ihrer Initiative zur Gründung des türkischen Frauenvereins in Markgröningen und durch ihr aktives Engagement auch in anderen Vereinen und Projekten hat sie außergewöhnlichen deutsch-türkischen Bürgersinn bewiesen und auf beispielgebende Weise zur Integration türkischer Familien beigetragen.

Einen weiteren dotierten Preis verlieh die Jury an Mustafa Çetin Akçı, Yıldız Parlak und Nihal Orpac vom Programm "Älter werden in der Fremde" der AWO-Begegnungsstätte am Ostendplatz. Mit ihrem vielseitigen ehrenamtlichen Angebot für ältere Zuwanderer beweisen sie nicht nur soziale Initiative und deutsch-türkischen Bürgersinn, sondern sorgen auch auf beispielgebende Weise dafür, dass viele Menschen im Alter Gemeinschaft und heimatliche Verbundenheit erfahren.

Staatssekretär Hubert Wicker und Bürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann übergaben die Urkunden sowie die Preisstatuetten am 2. Oktober 2009 bei einem Festakt aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des Deutsch-Türkischen Forums im Neuen Schloss. Die Laudationes auf die Preisträger hielten die DTF-Kuratoren Dr. Mehmet Varlık, Ingrid Walz und Nejdet Niflioğlu.