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Junges DTF
Logo ikimiz-Mentoring, Quelle: DTF

ikimiz-Mentoring Das Programm

Auf dieser Seite stellen wir euch ikimiz-Mentoring genauer vor.

Von Özlem Türeci und Uğur Şahin über Muhterem Aras bis hin zu Sibel Kekilli – Türkeistämmige Menschen prägen unsere Politik, unsere Kultur und Gesellschaft. Mehr als 60 Jahre nach dem Anwerbeabkommen mit der Türkei ist es nicht mehr ungewöhnlich, dass Menschen mit türkischer Migrationsgeschichte studieren und Führungspositionen oder öffentliche Ämter bekleiden.

Gleichzeitig ist es aber noch immer Realität, dass türkeistämmige Bürger*innen überdurchschnittlich oft von Arbeitslosigkeit und Armut bedroht sind. Vor allem Kinder und Jugendliche haben vergleichsweise schlechte Startbedingungen – hier braucht es individuelle Förderung, um ihre Potenziale zu entdecken und entfalten. Denn Stärken und Potenziale haben sie alle und sie können ihnen dabei helfen, ihren Weg als junge Stuttgarter*innen und junge Deutsch-Türk*innen zu finden.

Erfahrt, wie ikimiz-Mentoring hier ansetzt und welche Wirkung es entfaltet! Eine detaillierte Programmbeschreibung sowie den PHINEO-Wirkungsbericht zu unserem Programm findet ihr unten in den Downloads.

Mentoren mit Plakat, Quelle: DTF
Quelle: DTF

Schon seit dem Jahr 2009 gibt es ikimiz-Mentoring (ehemals Stipendien- und Mentoringprogramm Ağabey-Abla).

Unsere Mentor*innen sind gezielt und einfühlsam in den Bildungsprozess der Kinder involviert, denn oft haben sie selbst Erfahrungen mit dem zweiten oder dritten Bildungsweg und den Schwierigkeiten, die türkeistämmigen Schüler*innen auf dem Weg zum Bildungsabschluss begegnen.

Eine enge Zusammenarbeit unserer Mentor*innen mit den Eltern und Lehrkräften der Kinder ist uns wichtig, um eine ganzheitliche Förderung für sie zu schaffen. Angebote in Kooperation mit regionalen Bildungs- und Kultureinrichtungen runden das Programm optimal ab.

Gleichzeitig unterstützen wir unsere Mentor*innen auch als Stipendiat*innen auf ihrem eigenen Lebensweg. Wir stärken sie persönlich und nehmen sie in unsere DTF-Community aus Aktiven, Alumni und Personen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in und um Stuttgart auf.

Das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart e. V. sowie ikimiz-Mentoring sind partei- und konfessionsunabhängig.

Junge Frau und Mädchen sitzen lächelnd nebeneinander am Tisch, die Frau hält einen Kalender hoch, Quelle: DTF
Quelle: DTF

Das große Ziel von ikimiz-Mentoring ist es, die individuelle Förderung bildungsbenachteiligter Stuttgarter Kinder als ganzheitliche Aufgabe zu sehen. Natürlich steht die Förderung der Mentees –in schulischen Belangen, durch andere Lernerfahrungen im kreativen, kulturellen, sportlichen und technischen Bereich und die Stärkung ihres Umgangs mit der eigenen Kultur und Mehrsprachigkeit – im Mittelpunkt, aber es wird noch durch vieles mehr ausgemacht.

Im Programm werden auch Eltern dabei unterstützt, mit den Bedarfen ihres Kindes umzugehen, selbstbewusst in Umgang mit Schule und Lehrkräften aufzutreten und sich mit anderen Eltern auszutauschen. Durch die Projektteilahme wird auch eine nachhaltige Verbindung zur Schule gebildet, die oft auch durch unsere Mentor*innen direkt unterstützt und aufrecht erhalten wird.

Unsere Mentor*innen stärken wir als junge Persönlichkeiten in der Stuttgarter Stadtgesellschaft. Bausteine dafür sind der Support unserer Community, die Selbstverwirklichung durch gesellschaftliches und soziales Engagement und die finanzielle und ideelle Förderung auf ihrem eigenen Bildungsweg.

So sieht sie für uns aus - Teilhabe, die wirkt!

Frauen und Kind am Tisch, Quelle: DTF
Quelle: DTF

Klingt zu schön, um wahr zu sein – ist es aber nicht! ikimiz-Mentoring wurde bereits mehrmals von verschiedenen unabhängigen Berater*innen evaluiert, u.a. dem Institut für regionale Innovation und Sozialforschung IRIS e.V. oder dem Analyse- und Beratungshaus PHINEO. Alle Evaluationen betrachten die Wirkung des Programms auf alle unsere Zielgruppen und bewerten sie positiv!

Sie bestätigen, dass Mentees oft schon nach kürzester Zeit in ihrer Entwicklung beeinflusst werden – sie werden offener, selbstbewusster und knüpfen leichter Kontakte. Ihr Spaß am Lernen nimmt zu und dies führt zu einer stärkeren Mitarbeit im Unterricht und somit zu nachweislich besseren Schulnoten.

Die Eltern unserer Mentees profitieren von der neuen Ansprechperson, die die Mentor*innen in Bildungsfragen sind. Sie haben zudem die Möglichkeit, sich weiterzubilden und ihr Kind bewusster zu fördern. Sie lernen, vom Vorbild der Mentor*innen, welche Bildungswege ihrem Kind offenstehen Dieses Bewusstsein und das neu erworbene Wissen sind von unschätzbarem nachhaltigen Wert in der Entwicklung der Kinder, auch nach Programmende.

Die Evaluation bestätigt auch, dass die Mentor*innen in vielfacher Hinsicht profitieren. Sie bauen ihre sozialen Kontakte aus, werden selbstsicherer und bilden eigene Netzwerke. Soziales Engagement sowie gesellschaftliche und persönliche Anerkennung führen dazu, dass sie nicht nur sich selbst verwirklichen, sondern auch durch ihre fachliche und soziale Qualifikation eine Bereicherung für die Gesellschaft darstellen.

Darüber hinaus evaluieren wir das Programm intern fortlaufend, reagieren auf Feedback und nehmen in Abstimmungen mit unseren Mentor*innen, den Eltern, Mentees und anderen Projektbeteiligten notwendige Anpassungen vor.

Wir sind ausgezeichnet!

Stuttgarter Qualitätssiegel für Patenprogramme, Quelle: Stadt Stuttgart
Quelle: Stadt Stuttgart

Aus der Entwicklung von Qualitätskriterien für Stuttgarter Patenprogramme durch die Abteilung Bildungspartnerschaft der Stadt gemeinsam mit uns und anderen Patenschafts- und Mentoringprogrammen im Jahr 2017 entstand das Stuttgarter Qualitätssiegel für Patenprogramme. Wenn ein Kind seine*n Bildungspat*in trifft, ist damit allein noch nichts gewonnen. Entscheidend ist zum einen, was das Tandem tut, wie oft es sich trifft und wie es die gemeinsame Zeit gestaltet. Zum anderen ist von Bedeutung, welche Beziehung Mentor*in und Mentee zueinander entwickeln. Hier für sind eine ganze Reihe von Kriterien wichtig - seien es regelmäßige Begleitung und Beratung, sorgfältige Überprüfung von Bewerber*innen oder Kinderschutz.

Seit 2017 trägt ikimiz-Mentoring das Qualitätssiegel, verliehen aufgrund unserer verantwortungsbewussten und qualitativ hochwertigen Arbeit mit unserem Mentor*innen, den Kindern und deren Eltern. Im November 2019 erhielten wir das Qualitätssiegel für weitere vier Jahre!


Die positive Aufmerksamkeit, die wir mit ikimiz-Mentoring bekommen, macht uns auch für Förderer interessant und wir sind dankbar für die Unterstützung, die wir erhalten! Auch Sie können z.B. durch die Übernahme einer Patenschaft unser Programm unterstützen - finden Sie hier heraus wie!

Dies sind Auszeichnungen, die wir seit 2009 erhalten haben:

  • Mitgliedschaft im Netzwerk "Die Verantwortlichen" der Robert-Bosch-Stiftung
  • PHINEO-Themenreport "Brücken bauen! Integration junger Migranten durch Bildung"
  • Ausgewählter Ort im "Land der Ideen" 2011
  • Bürgerpreis 2011 der Bürgerstiftung Stuttgart

Aktuell werden wir von folgenden Partnern unterstützt:

  • Landeshauptstadt Stuttgart: Im Jahr 2008 wurden wir als Deutsch-Türkisches Forum Stuttgart in die institutionelle Förderung der Landeshauptstadt aufgenommen. Seit 2012 fördert das Jugendamt uns außerdem für unsere Bildungsarbeit mit den Mentor*innen und Familien.
  • Heidehof Stiftung: Die Stiftung fördert in diesem Jahr eine Fortbildungsreihe für unsere Mentor*innen, in der es um Kinderschutz, Supervision und gelungene Kommunikation geht.
  • Jugendstiftung Baden-Württemberg: Die Stiftung fördert im aktuellen Schuljahr eine Fortbildungsreihe für unsere Mentor*innen.
  • Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Das BaMF fördert in diesem Herbst ein Mentor*innen-Wochenende rund um das Thema Kommunikation, Identität und Vorurteile.

Dies sind ehemalige Förderer:

  • 2021: Jugendamt der Stadt Stuttgart
  • 2020: Allianz für Beteiligung, Bürgerstiftung Stuttgart, Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg
  • 2018-2020: Schulstiftung Baden-Württemberg
  • 2019: Kindermedienland Baden-Württemberg
  • 2009-2017: Robert-Bosch-Stiftung
  • 2013-2015: Paul Lechler-Stiftung

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