Werkstattgespräch mit Fazıl Say: Mozart alla turca

Im 18. Jahrhundert, 100 Jahre nach der zweiten Belagerung der Stadt Wien durch die Türken (und vor dem letzten Türkenkrieg Kaiser Josephs II 1788/89), gab es in Österreich eine "Türkenmode": Das Wiener Publikum liebte die „türkische Musik“ unter Verwendung typischer Schlaginstrumente der damals populären Janitscharenkapellen. Auch Wolfgang Amadeus Mozart nutzte dieses Faible für seine Kompositionen: "Alla Turca" heißt der letzte Satz seiner A-Dur-Klaviersonate KV 331, der diese Komposition so berühmt gemacht hat.

Im Gespräch mit dem weltbekannten Pianisten und Komponisten Fazıl Say möchten wir diese "Türkenmode" analysieren, die eine bereichernde Synthese türkischer und westeuropäischer Musik ausgelöst hat. Moderiert wird das Werkstattgespräch von Peter Lauer, Vorsitzender der Mozart-Gesellschaft und Mitglied des SWR Symphonieorchesters.

Fazıl Say wurde 1970 in Ankara geboren. Mit vier Jahren begann er, Klavier zu spielen, im Alter von elf Jahren nahm er ein Klavierstudium auf. Nach einem Aufenthalt an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf studiert Say von 1992 bis 1995 am Berliner Konservatorium. Charakteristisch für Says musikalische Arbeit ist die Doppelrolle als Komponist und international gefragter Pianist. Sein großes Interesse an Jazz und Improvisation prägt sein Musikverständnis; als Komponist lässt er diese Elemente immer wieder in seine Werke einfließen. 2017 bekam er für seine Gesamteinspielung der Klaviersonaten von Wolfgang Amadeus Mozart den ECHO Klassik.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart mit der Mozart-Gesellschaft Stuttgart.

 

Informationen

Termin
Samstag, 23. März 2019
16:00 Uhr

Ort
Liederhalle Stuttgart, Silchersaal
Berliner Platz 1-3, 70174 Stuttgart

Eintritt
15 Euro, ermäßigt 5 Euro (für Schüler und Studenten)

Kartenvorverkauf
in der DTF-Geschäftsstelle
E-Mail: info(at)dtf-stuttgart.de 
Telefon 0711/2484441