KulTürÖffner

Ein Projekt zur Stärkung des Gesundheitsbewusstseins von türkeistämmigen Senioren und zur interkulturellen Öffnung von Gesundheits- und Sozialdiensten.

"Ich hätte nie gedacht, dass ich in Deutschland alt werde."

Dieser Satz stammt von einem älteren türkeistämmigen Migranten und spiegelt die Gedanken vieler Gleichaltriger wider. Die sogenannten türkischen Gastarbeiter haben inzwischen das Rentenalter erreicht und nur wenige sind in die Türkei zurückgekehrt. Sie bilden eine Bevölkerungsschicht mit spezifischen Bedürfnissen und Anforderungen an das Gesundheits- und Sozialsystem, die es davor in Deutschland noch nicht gab.

Gesundheitliche und soziale Regelleistungen für Senioren werden von älteren türkeistämmigen Migranten nur bedingt in Anspruch genommen, da ihnen Kenntnis und Zugang zu diesen Angeboten oftmals fehlen. Andererseits können sich die Stuttgarter Gesundheits- und Pflegedienste schwer auf die kultursensiblen Bedürfnisse von türkeistämmigen Migranten im Alter einstellen, da sie kulturelle Barrieren schwer überwinden können und bisher keine repräsentativen Studien vorliegen.

Warum KulTürÖffner?

Das DTF möchte die unsichtbare "Tür" öffnen zwischen den älteren türkeistämmigen Migranten im Rentenalter und den Diensten und Angeboten von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen.

Durch das Projekt werden die Angebote der Regeldienste im Gesundheits- und Pflegesektor und spezifische Anforderungen der türkeistämmigen Migranten zusammengebracht. Der Transfer dieses Wissens wird in zwei Richtungen erfolgen: Einerseits in Form von Fachtagungen, Werkstattgesprächen und Einzelberatungen von entsprechenden Einrichtungen und Institutionen. Andererseits durch die geeignete Informationsvermittlung von gesundheitlichen und sozialen Angeboten an türkeistämmige Senioren.

Wie sollen diese Ziele erreicht werden?

1. Durch die Ausweitung der Angebote in der integrativen Kultur- und Freizeitgestaltung für türkeistämmige Senioren, um die gesundheitliche Vorsorge, die Stärkung des Gesundheitsbewusstseins und die Aktivierung des Engagementpotentials zu ermöglichen.

2. Durch die konsequente Unterstützung und Beratung von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen zur Förderung der interkulturellen Öffnung.

 

Projektlaufzeit

Oktober 2014 - September 2015