BeFAIR - START NOW!

Projektidee

Das eigene Konsumverhalten ist vielen Jugendlichen häufig nicht bewusst. Sie orientieren sich gezielt an aktuellen Trends oder attraktiven Werbeangeboten und bedenken nur selten, welche Folgen ihr Kaufverhalten für Natur und Umwelt mit sich bringt. Sowohl im Mode- als auch im Technikbereich werden die Zeitabstände von teuren Neuerscheinungen immer kürzer und dadurch eine sehr kurzlebige Nutzung der im Ausland zum Teil extrem günstig hergestellten Produkte befördert. Da Jugendliche keine direkten negativen Konsequenzen durch ihren Konsum erfahren und ihnen u.a. durch Influencer*innen und Trendsetter*innen ein sehr abwechslungs- und konsumreiches Leben vorgelebt wird, betrachten sie ihr Verhalten häufig als unproblematisch.

Eben diese Unwissenheit spiegelt sich häufig auch im sozialen Umfeld der Jugendlichen wieder. Die Erfahrung in der Arbeit mit Familien unterschiedlicher Herkunft hat gezeigt, dass das Bewusstsein für ein nachhaltiges Konsumverhalten nur selten vorhanden ist. Der Einkauf in einem Discounter ist insgesamt kostengünstiger und auch sprachlich einfacher zu bewältigen, als der Besuch der örtlichen Metzgerei, des Wochenmarktes oder eines verpackungsfreien Ladens. Dass im Zuge eines veränderten Kaufverhaltens neben einem reduzierten Müllverbrauch zusätzlich Geld gespart werden könnte, ist vielen nicht bewusst. Auch in der Modebranche schaffen es große Ladenketten, ihre Ware zu einem unschlagbar günstigen Preis anzubieten und sind mit ihrem vielfältigen Angebot für Jugendliche und Großfamilien häufig interessanter als das regional erzeugte T-Shirt aus recycelten Fasern.

Allein die Bewusstmachung und Sensibilisierung für alternative, nachhaltige Produkte könnte jedoch einen Wandel des Kaufverhaltens bei Jugendlichen und ihren Familien anstoßen - u.a. sind dabei Kleidertauschbörsen oder das Foodsharing-Regal um die Ecke als sinnvolle und kostengünstige Alternativen zu nennen. In Stuttgart ist bereits eine große Anzahl nachhaltiger Initiativen und Angebote vorhanden, die als Ausgangs- und Anknüpfungspunkte für die Teilnehmenden des Projekts dienen sollen.


Das Deutsch-Türkische-Forum tritt im Rahmen des Projekts erstmals mit Stuttgarter Initiativen im Bereich der Nachhaltigkeit in Kooperation - mit Aussicht auf eine langfristige Zusammenarbeit.

 

Projektziele

Durch das Projekt "BeFAIR" soll insbesondere Jugendlichen aus bildungsärmeren Familien ein Zugang zum nachhaltigen Handeln und die Möglichkeit zur Entwicklung eigener, kleiner Aufklärungsprojekte geboten werden. Dabei steht für den ersten Teil des Projekts die Reflexion des eigenen Konsumverhaltens und die Bewusstmachung über den eigenen Umgang mit unterschiedlichen Ressourcen als zentrales Projektziel im Vodergrund. Darauf aufbauend lernen die Jugendlichen in unterschiedlichen Grundlagenworkshops Aspekte und aktuelle Erkenntnisse zu Produktherstellungsverfahren, der Abfallversorgung im In- und Ausland und der Lebensmittelverschwendung kennen.

Ziel dieser Inputphase ist die Vermittlung eines Grundwissens, welches als Basis für die zweite, praktische Umsatzphase dienen soll. In dieser steht die Entwicklung eigener Projektideen und Konzepte im Vordergrund, bei welchen Sie durch das Deutsch-Türkische-Forum sowie durch lokale Initiativen unterstützt werden. Die Projekte der Jugendlichen sollen so konzipiert werden, dass sie eine langfristige Wirkung auf die Stuttgarter Gesellschaft ausüben und möglichst viele Personen durch sie erreicht werden.


Informationen für Interessierte

Unsere erste Projektrunde startet im Januar - hier gehts zur Anmeldung und zum Flyer.

Hast du Fragen zum Projekt? Dann kontaktiere uns gern.

 

Aktuelle Informationen

Hier kannst du dich für unser neues Projekt anmelden und selbst aktiv werden.


Kontakt

Theresa Haupt
Tel. Handy: 0151 72906597
Tel. Büro: 0711/24847473
E-Mail: theresa.haupt(at)dtf-stuttgart.de


Förderer