Mehmet Daimagüler erhält Manfred-Rommel-Preis 2017

27.10.2017 07:31

Engagement für Teilhabe eingewanderter Menschen und gegen Rassismus


Der Manfred-Rommel-Preis 2017 des Deutsch-Türkischen Forums wird an den Rechtsanwalt und Autor Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury sein Engagement für die Teilhabe eingewanderter Menschen in Deutschland. Neben seiner Tätigkeit als Anwalt, aktuell im NSU-Prozess vor den Münchner Oberlandesgericht, setzt sich Mehmet Daimagüler seit vielen Jahren in seinen Publikationen und öffentlichen Äußerungen in den Medien für Chancengleichheit und gegen strukturellen Rassismus ein. Dieses Engagement strahlt aus in Politik und Zivilgesellschaft und wirkt als Vorbild für viele junge Deutschtürken.

Der Manfred-Rommel-Preis 2017 wird Mehmet Daimagüler im Rahmen einer Festveranstaltung im November im Stuttgarter Rathaus übergeben, bei der der frühere Stuttgarter Oberbürgermeister Professor h.c. Dr. Wolfgang Schuster und der Parteivorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, beide Mitglieder des Kuratoriums des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart, eine Festrede halten werden.

Der Manfred-Rommel-Preis wird seit 2009 vom Kuratorium des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart gestiftet und würdigt mit der Namensgebung die Verdienste des verstorbenen Stuttgarter Oberbürgermeisters Professor Dr. Manfred Rommel für die kulturelle und gesellschaftliche Integration zugewanderter Menschen. Rommel war auch langjähriger Kuratoriumsvorsitzender des Deutsch-Türkischen Forums. Mit dem Preis werden alle zwei Jahre beispielgebende Persönlichkeiten und Initiativen ausgezeichnet, die das gegenseitige Verständnis, die gute Nachbarschaft und die Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern wesentlich fördern und sich um die kulturelle, wirtschaftliche und staatsbürgerliche Integration von Zuwandererfamilien insbesondere aus der Türkei verdient gemacht haben.